Pferdeosteopathie - was ist das?

Wie auch der Reiter oft von der Arbeit verspannt ist, evtl. sogar Blockaden und Schiefstellungen hat, so haben unsere Pferde von deren Alltag bei uns nicht selten ebenso Probleme.

 

Der Pferdeosteopath behandelt ein Pferd um es von jeglichen Verspannungen und Blockaden zu befreien. Er sieht das Individuum dabei ganzheitlich an und beschränkt seine Sichtweise nicht auf die offensichtlichen Symptome des Problems.

 

So kann es sein, dass das Pferd eine Steifheit im Genick zeigt und der Therapeut seinen Behandlungsschwerpunkt auf das Becken legt, oder umgekehrt. Dies ist weder Zauberei, noch zeugt es gezwungenermaßen von der Ahnungslosigkeit des Behandlers. Es hat vielmehr mit der scheinbar unfassbaren Komplexität, durch die Verbindungen sämtlicher Strukturen, des lebenden Körpers zu tun. Diese Verbindungen werden hergestellt, durch Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien, Blutgefäße, Nerven, etc. Sie sorgen für eine reibungslose Funktion des riesigen Ganzen. Über diese können jedoch auch „Verspannungen“ und „Blockaden“ weitergeleitet werden und sich ein Problem so durch den ganzen Körper arbeiten.

Der Organismus verfügt zudem über unzählige Kompensationsmechanismen, die es dem Körper ermöglichen sollen, möglichst ohne Einschränkungen weiterzuleben. Dies kann aber nicht endlos geschehen. Kann der Körper ein Problem nicht beheben, so kommt der Zeitpunkt an dem er überlastet ist und ihm auch die Kompensationen ausgehen.

 

Meist treten erst jetzt Schmerzen auf, die oft nicht an der Stelle des ursächlichen Problems lokalisiert sind.

 

Die Arbeit des Pferdeosteopathen ist es, diese grundlegende Ursache aufzuspüren und zu beheben. Oft lösen sich dadurch andere Probleme wie von selbst oder lassen sich mit wenig Aufwand lösen.

 

Ziel ist es, dass sich das Pferd wieder in allen Gelenken frei und physiologisch bewegen kann und seine Muskeln optimal arbeiten - ein glückliches Pferd.